Geschichte des Reychs

CASTELL AM WOGENRAYN

DIE GRÜNDUNGSGESCHICHTE DES REYCHES CASTELL AM WOGENRAYN

Zwischen November 1927 und März 1938 gab es in Deutsch Wagram das Reych „Am Wogenrayn“ ( 280). Dem nun auch im „angeschlossenen“ Österreich geltenden Verbot der Schlaraffia kam es durch Selbstauflösung zuvor. In den Jahrungen nach dem Krieg war es für die wenigen verbliebenen Sassen unmöglich, das Reych wiederzubeleben.
Im Christmond a.U. 147 beschlossen Rt. Assekur und die späteren Rt. Merk ma nix und Pfeif mi nix (181), mit Rt. Papillon (375) und Rt. Struwwelpeter (221) das Reych „Am Wogenrayn“ wieder ins Leben zu rufen. Bald darauf wurde auch Rt. Atzo (24) dafür gewonnen. Da dieser Idee nicht überall eitel Wohlwollen entgegen gebracht wurde, verdient die sehr ermutigende Unterstützung durch den stv. Vorsitzenden des ASR, Rt. Simandl, und durch Rt. BonCharmin (24), besondere Erwähnung. Als Mutterreych stellte sich die h. Vindobona (24) zur Verfügung.

Die Runde umfasste bald 15 Personen. Schon von Anfang an bemühten sich die Mitglieder, möglichst die Vorgaben von Spiegel und Ceremoniale bei den Stammtischabenden einzuhalten. Über alle Treffen wurden Protokolle verfasst und diese zur Information an das Mutterreych, sowie die Reyche Castellum Cornoviae (Traditionsreych) und Hippolytana (Mutterreych des „alten“ Wogenrayn), und an Rt. Simandl weitergeleitet. Als der Stammtisch auf die im „Leitfaden“ von Rt. Arborelli festgehaltenen Grundsätze aufmerksam gemacht wurde, konnte mit Befriedigung die völlige Übereinstimmung konstatiert werden.

Mit Jahreswechsel 147 / 148 wechselte man in das Restaurant Portofino in der Erzherzog Carl Str. 2, wo in einem abgetrennten Raum zumindest ungestörte Sippungen möglich waren. Eine dauerhafte Burg war aber auch dort nicht einzurichten. Immerhin war mit Ende der Winterung ein erstes Ziel erreicht: Auf der ASR – Tagung zu Toronto wurde im Ostermond 148 die Errichtung des Feldlagers zu Deutsch Wagram einstimmig beschlossen.
Auch im Nahbereich von Deutsch Wagram war es nicht möglich, eine Lokalität für eine dauerhafte Burg zu finden. Die Unterstützung durch die örtlichen politisch Verantwortlichen war mangels Interesse praktisch null. Darum entschied sich das Feldlager, nach Oberhausen bei Groß Enzersdorf zum Restaurant „Schnitzelwirt Christa Berl“ auszuweichen, wo sich im Lenzmond 149 eine geeignete Räumlichkeit gefunden hatte.

Der Saal musste jedoch erst renoviert werden, wofür das Feldlager dem Besitzer die notwendigen Mittel als zehnjährige Mietvorauszahlung zur Verfügung stellte. Sie stammten zum großen Teil aus Bausteinen und Spenden, Insunderheit des h. R. Vindobona, aber auch der h. Reyche Castellum Cornoviae und Linzia, sowie zahlreicher Anderer. Ein Spendenaufruf in den DSZ war so gut wie ungehört verhallt, lediglich ein Sasse eines Reyches in Germaniens nördlichen Gauen griff als treuer Freund tief in seinen Säckel. Jetzt konnten endlich die Sippungen nach schlaraffischem Vorbild abgehalten werden.

Die behördliche Anmeldung als profaner Verein „ Geselligkeitsverein Schlaraffia Castell am Wogenrayn“, ZVR – Nr. 471789322 , erfolgte im Ostermond 149. Inzwischen war die Zahl der Sassen weiter gestiegen, sodass im Lethemond das Gründungsansuchen gestellt werden konnte, was im Windmond in der DSZ veröffentlicht wurde. Gleichzeitig wurde die Burg in Oberhausen fertig und es fand dort am 24. 11. die erste Sippung statt.
Die offizielle Burgweihe wurde zugleich mit dem Uhubaumfest am 15. Christmond 149 abgehalten.

Zu Ende des Ostermonds 150 wurde auf der ASR-Tagung zu Solothurn die Gründungserlaubnis für die Colonie Castell am Wogenrayn erteilt und dieser die Reychsnummer 424 zugewiesen.
Die Gründungsfeyer fand sehr feierlich am 7. 11. 150 in der Veste Höllenstein statt. Zur zweiten Sippung am 9.11., als der ersten der nunmehrigen Colonie in der eigenen Burg, überbrachten zahlreiche Gäste prachtvolle Geschenke.
Am 11. Eismond 151 erfolgte in der Colonie die erste Kugelung.

Am 8. Windmond 151 wurde das erste Stiftungsfest gefeiert. Zahlreiche Gäste waren eingeritten, wobei die h. Hippolytana mit ca. 100 kg Schlaraffenzeitungen und Stammrollen einen gewichtigen Grundstein zum entstehenden Archiv der Colonie beisteuerte. Uhuhertzlichsten Dank!

Die zahlreichen Einritte Wogenrayner Colonisten in viele Reyche erhöhten weit über die
eigene Gemarkung hinaus den Bekanntheitsgrad der Neugründung. Auch erfreuten sich die Sippungen der Colonie stets zahlreicher Einritte, wobei manche Gäste besonders oft und viel zum Gelingen der Sippungen beitrugen. Ihnen allen sei hier gedankt! Ebenso sei unserer Styxin, Frau Christa Berl, gedankt, deren vorzügliche Küche einen nicht unbeträchtlichen Anteil daran hat, dass Gäste gerne in die Hasenburg einritten.
Die Colonie konnte auch etliche Reychseinritte begrüßen, bei denen allerdings die Mauern der Hasenburg gesprengt zu werden drohten (der Größe nach schien sie eher Kaninchenbau als Hasenburg), sie ritt aber auch selbst des öfteren geschlossen aus. Ein besonderes Fest war die Verleihung der Brillanten zum GUS-Orden für Rt. Assekur in der h. Vindobona, bei der zahlreiche Sassen der Colonie anwesend waren.
Nach einjährigem Bestand der Colonie wurde vom Mutterreych der Antrag auf Sanktion gestellt, und am 18. Ostermond 152 im ASR der Sanktionsbeschluss gefasst, was in der Nummer 5 der DSZ (Wonnemond) veröffentlicht wurde. Daher wurde mit den umfangreichen Vorbereitungsarbeiten für die Sanktionsfeyer begonnen.

Auch Ahnen und Orden werden gestiftet:

1. Der Assekur-Ahne,
   der zu jeder Sippung für die heiterste und schlaraffischste Eigenfechsung verliehen wird;

2. Der Hasenband –Orden

3. Der Hausorden

Am 24.9. a. U. 152 ist der langgehegte Traum wahr geworden : die Colonie wurde in gar feyerlicher Weise in der Stadthalle zu Gänserndorf, im Beisein zahlreicher Gäste, darunter der Vorsitzende des ASR, Rt. Salomon der Löwe von Dumstahn, zum Reych erhoben.

LK SRA RasPort wird der goldene Hasenbandorden, SRA Vors. stv. Vors. des ASR Rt. Qualm wird der Komtur zum Burgorden verliehen. Na Bumm wird Consul Simandl wird Amicus, Bummerl + Reimmichl + Papillon werden ER

Das alte Schlaraffenreych Am Wogenrayn (280) lebt nach 73 Jahren Pause im Reych Castell am Wogenrayn (424) weiter.
In der 63. Sippung am 5. XII. a.U. 152 fand der erste Ritterschlag an gleich 5 Junkern statt.